MERCEDES PEON & STREICHERENSEMBLE DER AUGSBURGER PHILHARMONIKER

MERCEDES PEON & STREICHERENSEMBLE DER AUGSBURGER PHILHARMONIKER

Neo-Folk aus Spanien

Es gibt wenige Frauen in der Weltmusikszene, die so viel Charisma versprühen wie Mercedes Peón. Die Spanierin ist eine der international renommiertesten Protagonistinnen des galizischen Neo-Folk. Sie selbst spielt das traditionelle galizische Tambourin Pendeireta, aber auch den Dudelsack – beides beherrscht sie virtuos. In ihren Kompositionen verarbeitet sie komplexe Polyrhythmen aus ältester Tradition und lässt diese zu eklektischen und krass vibrierenden Themen anschwellen. Ihr tiefgreifendes Repertoire, die Magie aber auch die aufgeladene Atmosphäre, die jeden ihrer Auftritte durchströmt, machen sie zu einer der stärksten Stimmen der zeitgenössischen Ethnomusik in Europa.

Peon war 13 Jahre alt, als sie zum ersten Mal bewusst dem Gesang der Frauen an der galizischen Costa da Morte lauschte. Deren Art und Weise Tambourin zu spielen und dabei die Ribeirana zu singen, weckte in ihr den Wunsch, Lieder, Tänze und Geschichten der Dorfbevölkerung zu sammeln. Also bereiste sie mit Stift, Papier und Aufnahmegerät im Gepäck die abgeschiedensten Winkel ihrer Heimat mit dem Überlandbus und füllte über die Jahre ihr Tonarchiv mit mehr als 2.000 Stunden traditioneller Liedkunst. Ihre Expertise der nordspanischen Folklore vermittelt sie seither sowohl als Dozentin wie auch als Autorin. Auf fünf Alben seit dem Jahr 2000, angesiedelt zwischen Tradition und eklektischer Moderne, erweist sich Mercedes Peon als eine der wichtigsten Erneuerinnen der galizischen Musik.

Auf der Freilichtbühne tritt sie gemeinsam mit den Musikerinnen Mónica de Nut (Bass, Keyboards), Lucía Martínez (Drums) und erstmals mit dem Streicherensemble der Augsburger Philharmoniker unter der Leitung von Tom Jahn auf.

Letzten Sommer begannen Mercedes Peón und das Streicherensemble der Augsburger Philharmoniker ihre Zusammenarbeit an der Eigenproduktion für das Festival 2021. Dabei wurden während des Lockdowns Audio- und Video Files zwischen Santiago de Compostela und Augsburg hin- und hergeschickt und gemeinsame Stücke so erarbeitet. Das aus diesem Prozess entstandene Video zu »Marabilla« wurde inzwischen Hundertfach auf Social Media geteilt und sogar im spanischen Fernsehen ausgestrahlt.

 

7. August · Freilichtbühne