Bab L’Bluz

Bab L’Bluz

Gnawa-Psychadelica aus Marokko und Frankreich

Die Vorfahren der Gnawa wurden als Sklaven aus Schwarzafrika nach Marokko verschleppt. Doch die spirituelle Musik der Minderheit überstand die jahrhundertelange Unterdrückung und wird heute als Teil des kulturellen Schatzes des Landes gefeiert und anerkannt. Gnawa-Musik spielt eine zentrale Rolle für Bab L’Bluz. Die Geschichte der Band beginnt 2018 in Marrakesch mit der Sängerin Yousra Mansour und dem französischen Gitarristen Brice Bottin. Fasziniert vom Sound traditioneller marrokanischer Instrumente wie Chaabi, Awicha und Gimbri, aber auch von den beschwörenden Rhythmen des Gnawa-Beat verschmelzen die beiden – ergänzt durch den Flötisten Jérôme Bartholomé und dem Schlagzeuger Hafid Zaoumanoui – betörende Gnawa-Loops mit erdigem Funk, tranceartige Grooves, verbunden mit einpeitschender Percussion. 2021 gewannen sie mit ihrem Debut-Album »Nayda!« (Real World Records) den Songlines Music Award in der Kategorie Fusion. In Marokko stehen Yousra Mansour und Bab L’Bluz für die Nayda – eine junge Bewegung von Künstler*innen und Musiker*innen, die in den letzten Jahren eine regelrechte Kulturevolution herbeigeführt hat. Mit einer elektrisierenden Bühnenpräsenz textet und singt Mansour in »Darija« einem arabischen Dialekt ihre Hymnen an die Freiheit. Wenn sie und Botin mit ihren E-verstärkten Gimbris aufs Ganze gehen, während die Percussion im Wechsel mit der Flöte das Duo bis zur Erschöpfung vorantreibt, präsentieren sich Bab L’Bluz auf dem Zenit ihrer Kunst und reißen das Publikum mit in neue musikalische Welten.

 

30. Juli · Annahof